Billerbeck • Löhning Rechtsanwälte

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Das SGB VI kennt drei Arten von Renten und zwar wegen Alters, wegen verminderter Erwerbsfähigkeit oder wegen Todes.

Renten wegen Alters sind

  1. Regelaltersrente,
  2. Altersrente für langjährig Versicherte,
  3. 3. Altersrente für schwerbehinderte Menschen,
  4. Altersrente für besonders langjährig Versicherte,
  5. Altersrente für langjährig unter Tage beschäftigte Bergleute
  6. Altersrente wegen Arbeitslosigkeit oder nach Altersteilzeitarbeit,
  7. Altersrente für Frauen.

Ein Anspruch auf Altersrente besteht, wenn das 67. Lebensjahr vollendet ist und die allgemeine Wartezeit erfüllt ist. Die allgemeine Wartezeit beträgt fünf Jahre. Ein Anspruch auf die Altersrente für langjährig Versicherte besteht ab der Vollendung des 63. und einer Wartezeit von 35 Jahren besteht. Für schwerbehinderte Menschen besteht ein Anspruch auf Altersrente ab Vollendung des 65. Lebensjahres und der Erfüllung der Wartezeit von 35 Jahren.

Renten wegen verminderter Erwerbsfähigkeit sind

  1. Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung,
  2. Rente wegen voller Erwerbsminderung,
  3. Rente für Bergleute
  4. Rente wegen Berufsunfähigkeit,
  5. Rente wegen Erwerbsunfähigkeit.

Ein Anspruch wegen teilweise Erwerbsminderungsrente besteht für diejenigen Versicherten die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig zu sein, in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.

Ein Anspruch wegen voller Erwerbsminderung besteht für diejenigen Versicherten die wegen Krankheit oder Behinderung auf nicht absehbare Zeit außerstande sind, unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens drei Stunden täglich erwerbstätig zu sein, in den letzten fünf Jahren vor Eintritt der Erwerbsminderung drei Jahre Pflichtbeiträge für eine versicherte Beschäftigung oder Tätigkeit haben und vor Eintritt der Erwerbsminderung die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt haben.
Erwerbsgemindert ist nicht, wer unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes mindestens sechs Stunden täglich erwerbstätig sein kann, wobei jedoch die jeweilige Arbeitsmarktlage nicht zu berücksichtigen ist.

Die Rentenhöhe für Rente wegen voller Erwerbsminderung entspricht der der Altersrente. Bei der Rente wegen teilweiser Erwerbsminderung beträgt diese 1/2 der Altersrente.

Renten wegen Todes sind

  1. kleine Witwenrente oder Witwerrente,
  2. große Witwenrente oder Witwerrente,
  3. Erziehungsrente,
  4. Waisenrente.

Witwen oder Witwer, die nicht wieder geheiratet haben, haben nach dem Tod des versicherten Ehegatten Anspruch auf die kleine Witwenrente oder kleine Witwerrente, wenn der versicherte Ehegatte die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat. Der Anspruch besteht längstens für 24 Kalendermonate nach Ablauf des Monats, in dem der Versicherte verstorben ist.
Witwen oder Witwer, die nicht wieder geheiratet haben, haben nach dem Tod des versicherten Ehegatten, der die allgemeine Wartezeit erfüllt hat, Anspruch auf große Witwenrente oder große Witwerrente, wenn sie ein eigenes Kind oder ein Kind des versicherten Ehegatten, das das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat, erziehen oder das 47. Lebensjahr vollendet haben oder erwerbsgemindert sind. Dabei werden als Kinder werden auch Stiefkinder und Pflegekinder berücksichtigt, die in den Haushalt der Witwe oder des Witwers aufgenommen sind.

Die Höhe der Witwenrenten ist in den ersten drei Monaten unabhängig davon ob es eine kleine oder eine große Witwenrente ist, immer gleich. Sie wird in Höhe einer Versichertenrente gezahlt. Man spricht auch vom Sterbevierteljahr.

Nach Ablauf der ersten drei Monate erfolgt die Berechnung der Witwenrente wie folgt:

  • Die kleine Witwenrente beträgt 25 % der Versichertenrente
  • Die große Witwenrente beträgt 55 % der Versichertenrente
  • Einkünfte der Witwe werden im Rahmen der Einkommensanrechnung auf die Rente angerechnet
  • Es kann ein Zuschlag für Kindererziehung zur Rente beantragt werden.

Kinder haben nach dem Tod eines Elternteils Anspruch auf Halbwaisenrente, wenn
sie noch einen Elternteil haben, der für sie unterhaltspflichtig ist, und der verstorbene Elternteil die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat.
Kinder haben nach dem Tod eines Elternteils Anspruch auf Vollwaisenrente, wenn sie einen Elternteil nicht mehr haben, der für sie unterhaltspflichtig war, und der verstorbene Elternteil die allgemeine Wartezeit von fünf Jahren erfüllt hat. Als Kinder werden auch Stiefkinder und Pflegekinder berücksichtigt.

Bei den Renten wegen Alters und wegen Erwerbsminderung ist ein Hinzuverdienst von 400,00 € anrechnungsfrei.

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