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Das SGB III regelt sämtliche Leistungen und Maßnahmen zur Arbeitsförderung.

Die Ziele regelt das Gesetz selbst indem es in § 1 ausführt dass, die Arbeitsförderung dem Entstehen von Arbeitslosigkeit entgegenwirken, die Dauer der Arbeitslosigkeit verkürzen und den Ausgleich von Angebot und Nachfrage auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt unterstützen soll. Dabei ist insbesondere durch die Verbesserung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden. Die Arbeitsförderung soll dazu beitragen, dass ein hoher Beschäftigungsstand erreicht und die Beschäftigungsstruktur ständig verbessert wird.

Die Vermittlung bzw. die aktive Arbeitsförderung wird gegenüber der Entgeltersatzleistung (die Zahlung von Arbeitslosengeld) Vorrang eingeräumt. Die aktive Arbeitsförderung umfasst unter anderen die Finanzierung von Weiterbildungsmaßnahmen und die Gewährung eines
Gründungszuschusses für die Gründung einer selbstständigen Tätigkeit. Als Gründungszuschuss wird für die Dauer von sechs Monaten der Betrag geleistet, den die Arbeitnehmerin oder der Arbeitnehmer als Arbeitslosengeld zuletzt bezogen hat, zuzüglich monatlich 300,00 Euro.

Ein Anspruch auf Arbeitslosengeld besteht für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer bei Arbeitslosigkeit oder bei beruflicher Weiterbildung. Die Anspruchsdauer beläuft sich je nach Dauer des vorherigem Bestehen eines Arbeitsverhältnisses auf 6-12 Monate. Für Arbeitnehmer ab dem 50. Lebensjahr bis zum 58. Lebensjahr bestehen Sonderregelungen, so dass die Anspruchsdauer zwischen 15 und 24 Monaten liegt. Die Höhe des Arbeitslosengeldes liegt grundsätzlich bei 67 % des vorhergehenden Nettoeinkommens.

Der Anspruch auf Auszahlung des Arbeitslosengeldes kann aufgrund der Verhängung einer Sperrzeit ruhen, so dass dann keine Leistungen gezahlt würden. Eine Sperrzeit kann aufgrund eines vertragswidrigen Verhaltens ausgesprochen werden, wie z.B. der Abschluss eines Aufhebungsvertrages, nicht Einhalten von Eigenbemühungen zur Eingliederung in den Arbeitsmarkt und die Nichteinhaltung von Meldepflichten. Es ist dabei jedoch zu beachten, dass die Anordnung der Sperrzeit jeweils rechtlich überprüft werden muss, da häufig die gesamten Voraussetzungen für diese Verhängung nicht vorliegen.

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